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29. Juni 2022

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport: Wissenschaftspodcast zu Homo- und Transphobie im Sport

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport

In welcher Kategorie dürfen Transpersonen im Sport starten? Ist es möglich, dass es im deutschen Profifußball keinen homosexuellen Spieler gibt? Hat der Sport ein Problem mit Homo- und Transphobie? Zum #PrideMonth geht es in Folge 18 des Wissenschaftspodcasts „Eine Runde mit…“ um wissenschaftliche Daten zur sexuellen Vielfalt im Sport und um ihre Konsequenzen für die Praxis.

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Erst kürzlich hat der Weltschwimmverband (FINA) neue Regelungen für Transmenschen bei Schwimm-Wettkämpfen festgelegt: Transgender dürfen demnach nicht mehr bei den Frauen starten, wenn sie den Wechsel ihrer Geschlechtsidentität nicht vor dem zwölften Lebensjahr abgeschlossen haben. Stattdessen will die Fina eine „offene Kategorie“ einführen. Diese Entscheidung befeuert die Diskussion rund um Transgender im Sport aufs Neue. Dr. Birgit Braumüller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, sagt im Wissenschaftspodcast: „Meines Erachtens ist das de facto ein Ausschluss – nur nett verpackt.“

Gemeinsam mit Andrea Löwe, Vorstandsvorsitzende des queeren Kölner Sportvereins SC Janus, ist Dr. Birgit Braumüller zu Gast in der neuesten Podcastfolge der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Wissenschaftlerin hat in der europaweiten Studie „Outsport“ zusammen mit internationalen Kolleg*innen über 5.500 queere Menschen zu ihren Erfahrungen im Sport befragt. Wie viele von ihnen haben sich im Sport geoutet? Wie viele haben Diskriminierung erlebt? In welchen Sportarten kommt Diskriminierung besonders oft vor? Auf Basis wissenschaftlicher Zahlen und Daten gibt Dr. Birgit Braumüller Antworten auf diese Fragen.

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Andrea Löwe gehört einem der größten queeren Sportvereine Europas, dem SC Janus in Köln, an. Als Vereinsverantwortliche bringt sie den Blick aus der Praxis auf das Podcastthema ein. Sie schildert, wie sich ihr Verein mit dem Motto „Mehr als Sport“ für Vielfalt engagiert. Sie erzählt auch, was Vereine tun können, um queere Menschen zu unterstützen und was sich auf Verbandsebene ändern muss, damit Vielfalt in allen Sportarten gelebt wird. Die beiden Gesprächspartnerinnen diskutieren außerdem das Männlichkeitsbild der Fußball-Ultraszene und das binäre System im Sport mit den Kategorien Mann und Frau.

„Eine Runde mit…“ ist auf der Webseite der Deutschen Sporthochschule Köln unter www.dshs-koeln.de/einerundemit erreichbar und überall da, wo es Podcasts gibt.