Eine Forschergruppe aus Missouri hat einen Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und Darmbakterien herausstellen können.

​Die Datenerhebung legte den Fokus auf die sogenannte obstruktive Schlafapnoe. Bei dieser Erkrankung kommt es zu wiederholten Atemaussetzern während des Schlafs. Die Luftzufuhr setzt dabei für kurze Zeit aus und auch die Sauerstoffzufuhr im Blut ist bei wiederholten Aussetzern unterbrochen. Der Schlafende selbst wacht dadurch kurzzeitig auf. Konsequenzen sind oft Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Schlafverhalten der Probanden

Für die Analyse wurden Mäuse in zwei Gruppen aufgeteilt und ihr Schlafverhalten sechs Wochen lang beobachtet. Die eine Gruppe wurde einer künstlich herbeigeführten Schlafapnoe ausgesetzt, die andere nicht. Anschließend wurde einer dritten Gruppe Darmbakterien beider Gruppen eingesetzt: Die eine Hälfte erhielt die Bakterien der Mäuse mit der Schlafapnoe, die andere die Bakterien der gesunden Tiere. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Darmgesundheit einen erheblichen Einfluss auf die Schlafqualität hat: Die Interventionsgruppe hatte bei gleichbleibendem Schlafverhalten einen gestörten Schlaf. Eine Folgestudie soll nun die Parallele für den Menschen beweisen.​