Sport muss für Kinder und Jugendliche aus Sicht von Wissenschaftlern auch in der Coronakrise ausreichend möglich sein. Körperliche Aktivität sei für die Gesundheit und Entwicklung junger Menschen besonders wichtig, sagte Mirko Brandes vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen.

(fm) Eine Untersuchung mit Befragungen in zehn Ländern zeigt, dass Sportmöglichkeiten für Kin­der und Jugendliche in der Coronapandemie deutlich zurückgegangen sind (Studie Scientific Reports). In Deutschland hatten 74 Prozent der befragten Kinder und Jugendli­chen demnach keinen Sportunterricht mehr.

Um negative Folgen zu vermeiden (die Koordinationsfähigkeit und die Ausdauerleistungsfähigkeit seien besonders betroffen), brauche es Angebote wie Bewegungshausaufgaben und Training per Online-Anleitung. Auch müsse geprüft werden, ob Training im Freien etwa in Kleingruppen und mit Ab­stand möglich sei. Die Einschränkungen durch die Co­ronamaßnahmen in der wichtigen motorischen und konditionellen Entwicklungsphase von Kindern (insbesondere 5 bis 8 Jahre) könnten Auswirkungen auf das gesamte Leben haben.

Kinder mit Garten haben hier Vorteile, aber Kinder in Hochhäusern haben es in der Pandemie demnach besonders schwer. Für Innenstadtkinder gebe oft zu wenig Raum und Möglichkeiten, aktiv zu sein.

Quelle: Ärzteblatt.de

Studie: Scientific Reports

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