In den meisten Sportarten sind die Trainingsumfänge und -intensitäten bereits so hoch, dass an diesen Stellschrauben kaum noch gedreht werden kann, um weitere Leistungssteigerungen zu erzielen. Mit Hypoxietraining bietet sich hier als ein möglicher neuer Weg an.

Hypoxietraining

Hypoxietraining beschriebt dabei das Training unter verringerter Sauerstoffverfügbarkeit in gemäßigten Höhen zwischen 2 000 und 2 500 Meter und bewirkt eine Reihe von Anpassungen.

Anerkannt und nachgewiesen ist, dass durch die Hypoxie die Erythropoese stimuliert wird. Erythropoese ist der Vorgang der Bildung und Entwicklung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen).

Durch die erhöhte Zahl an Erythrozyten erhöht sich die Sauerstoffkazapzität im Blut und die Muskulatur kann besser mit Sauerstoff versorgt werden. Im Durchschnitt steigt die Hämoglobinmasse um ein Prozent pro 100 Stunden in moderater Hypoxie, nach einem Höhentrainingslager folglich um etwa fünf Prozent.

»Die Logik lässt vermuten, dass durch diese Bedingungen auch die Leistung verbessert sein sollte, doch dafür gibt es in der Literatur noch immer keine absolut eindeutigen Belege«, erklärt Prof. Walter Schmidt, Leiter der Abteilung Sportmedizin/Sportphysiologie an der Universität Bayreuth.

Auch abseits des Leistungssports ist Hypoxietraining

Auch können ältere und kranke Menschen über 60 Jahre von Hypoxietraining profitieren. Genutzt wird hierbei die Tatsache, dass in Hypoxie die mechanische Leistung, die notwendig ist, um die Zielherzfrequenz zu erreichen, deutlich niedriger ist als unter normoxischen (normaler Sauerstoffanteil) Bedingungen. Auf diese Weise – so die Hypothese – können auch Patienten mit kardiopulmonären Problemen oder Patienten mit Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates ein wirksamen Herz-Kreislauf-Training durchführen.

Quelle und weitere Studien: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin

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