Ein Nachruf der Leistungslust von Florian Münch

(fm) Vorab in eigener Sache: Ich bin Jahrgang 1972 und erstmalig blieb mir Diego Armando Maradona in meiner eigenen Zeit als Jugendspieler bei der WM 1982 in Erinnerung. Aber gerade die WM 1986 und 1990 prägte meine Faszination für den kleinen, technisch perfekten Wirbelwind aus Argentinien. So sehr, dass ich sogar seine Karriere, besonders seine Zeit in Neapel, gem. den damaligen TV-Möglichkeiten versuchte weiterzuverfolgen. Das tat ich bei keinem anderen nicht-deutschen Spieler. Maradona war nicht genial am Ball, er war der Ball und verkörperte die perfekte Symbiose von Mensch und Spielgerät. Vielleicht war er, auch nach heutigen Maßstäben, der beste Techniker, den es je gab und geben wird.

Seine Karriere war außergewöhnlich erfolgreich und intensiv, geprägt von teuflischer Genialität, abgöttischer Liebe zum Fußball und einer großen Portion Exzentrik und vielen Ausschweifungen. Dass die Erhebung in den fußballerischen Gottesstatus für einen Jungen aus ärmlichen Verhältnissen irgendwann in seinem Leben schwierig werden würde, zeigte sein Leben nach seiner Fußballzeit, welches von Alkohol- und Drogenproblemen gekennzeichnet war. Der frühe Tod dieser Legende ist tragisch, und war leider so zu erwarten. So ist das mit manchen Legenden. In Erinnerung wird er uns aber mit seiner genialen Ballbehandlung, seinen phänomenalen Toren, seinen überirdischen Dribblings und seiner „Hand Gottes“ bleiben.

R.I.P. Diego Armando Maradona (1960 – 2020)

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