Laut einer Untersuchung der Nature Medicine können Fitnessuhren Corona-Hotspots erkennen. Eine veränderte Schlafdauer, Herzfrequenz und körperliche Aktivität in Kombination mit den in eine App eingegebenen Symptomen geben demnach Aufschluss über eine COVID-19-Erkrankung. Diese Hinweise sollen Daten für eine epidemiologische Analyse liefern.

[md] Ein Forscherteam vom Scripps Research Translational Institute in La Jolla/Kalifornien hat ebendiese Daten in der App MyDataHelps (in Deutschland nicht verfügbar) ausgewertet. Viele Nutzer tragen die Uhr tagsüber wie nachts, sodass die Herzfrequenz und die Bewegung der Hand 24/7 aufgezeichnet wurde. Des Weiteren werden sie gefragt, ob bei ihnen bereits ein Coronatest durchgeführt wurde und welches Ergebnis dieser hatte.

Eine Untersuchung der Daten aus der Fitnessuhr im Zusammenhang mit den COVID-Erkrankungen hat ergeben, dass sie zu großen Teilen übereinstimmen. Waren die Probanden posi­tiv getestet, nahm ihre tägliche Schrittzahl im Durchschnitt um 3.533 ab. Zusätzlich schliefen sie 57 Minuten länger.

Ein starker Anstieg der Messwerte könnte demnach tatsächlich Hinweise auf das Entstehen eines Hotspots geben. Nach Einschätzungen der Wissenschaftler müssten hierzu nur 1%-2% der 100 Millionen Amerikaner, die ein Fitnessband besitzen und nutzen, Daten eintragen.

 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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