Laut einer DAK-Umfrage leidet knapp ein Drittel der Menschen nach der Zeitumstellung an körperlichen oder psychischen Problemen.

[md] Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Zeitumstellung durch Forsa zeigt die negativen Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Menschen. Ein Drittel der Befragten soll nach dem Wechsel an körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen leiden. Damit bleibt der Wert mit 29 Prozent auf dem Höchststand der vergangenen Jahre. Über drei Viertel sind der Meinung, die Zeitumstellung sei überflüssig und sollte abgeschafft werden. Befragt wurden bundesweit rund 1.000 Menschen im Zeitraum 28. bis 30. September 2020.

Schlaf, Konzentration, Stimmung

Mehr als drei Viertel der Befragten, die schon einmal Probleme nach der Zeitumstellung hatten, fühlen sich dabei schlapp und müde (76 Prozent). An zweiter Stelle der Beschwerden stehen mit 59 Prozent Einschlafprobleme und Schlafstörungen, unter denen Frauen mit 64 Prozent besonders häufig leiden. 37 Prozent können sich nach der Zeitumstellung schlechter konzentrieren, mehr als ein Viertel fühlt sich gereizt. Jeder Zehnte leidet gar unter depressiven Verstimmungen. Hierbei sind Frauen mit 11 Prozent häufiger betroffen als Männer (9 Prozent). Insgesamt 15 Prozent aller Erwerbstätigen kam nach der Zeitumstellung schon einmal zu spät zur Arbeit.

Sinnvoll nur noch für jeden Fünften

Insgesamt halten nur noch 21 Prozent der Befragten die Zeitumstellung für sinnvoll. 76 Prozent gaben hingegen an, sie sei überflüssig und solle abgeschafft werden. Dabei ist der Wert im Vergleich zum vergangenen Jahr von zuvor 79 Prozent leicht gesunken. Besonders hoch ist die Zustimmung zur Zeitumstellung nach wie vor im Süden: In Bayern hat sie mit 31 Prozent den bundesdeutschen Höchstwert, gefolgt von Baden-Württemberg mit 25 Prozent.

Fehlender Plan für Abschaffung

Auch wenn das Europäische Parlament vergangenes Jahr für die Abschaffung der Zeitumstellung bis zum Ende des Jahres 2021 gestimmt hat, fehlen weitere konkrete Planungen auf EU-Ebene. Für eine endgültige Abschaffung wäre ein Beschluss des Rats der Europäischen Union nötig.

Für Betroffene ist es sinnvoll den Schlaf-Wach-Rhythmus zu protokollieren, sodass mögliche Beschwerden eingeordnet werden können.

Quelle: DAK