Akzeptanz auch bei Corona-Maßnahmen groß.

[jg] Die jüngeren Deutschen würden sich eine aktivere staatliche Gesundheitspolitik wünschen, beispielsweise geht ihnen der freiwillige Nutri-Score nicht weit genug. Unter den 14- bis 34-Jährigen sind 82 Prozent für eine verpflichtende Lebensmittelkennzeichnung und rund 70 Prozent befürworten ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol. Der Wunsch nach einem Schulfach „Gesundheit“ steht bei dieser Altersgruppe ebenfalls hoch im Kurs und fast jeder Zweite würde sogar eine Zucker- oder Fettsteuer für besonders ungesunde Lebensmittel befürworten. Das hat die repräsentative Studie „Zukunft Gesundheit 2020“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung Die Gesundarbeiter ergeben, für die im August über 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland befragt wurden. Viele wünschen sich von der Politik bessere Rahmenbedingungen für einen gesundheitsfördernden Lebensstil und mehr gesundheitliche Aufklärung. Denn die meisten Befragten gaben an, sich gerne gesünder ernähren und mehr Sport treiben zu wollen – doch Dreiviertel gaben zu, dass ihnen dafür im Alltag meist keine Zeit bleibt.

Dass die Akzeptanz gesundheitspolitischer Maßnahmen unter Jugendlichen auch hinsichtlich der Corona-Pandemie groß ist, bestätigt die aktuelle Jugendstudie 2020 der TUI-Stiftung. 52 Prozent der jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren hält die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie demnach für angemessen, ein weiteres Fünftel würde sich sogar noch mehr wünschen und hält die Maßnahmen für nicht ausreichend. Die große Mehrheit (83 Prozent) der jungen Deutschen gab an, sich alle oder zumindest überwiegend an die Maßnahmen zu halten. Nur zwei Prozent gaben zu, Maßnahmen zu missachten. Der wichtigste Grund für die jungen Menschen, sich an die Maßnahmen zu halten, ist überaus solidarisch: 89 Prozent geht es dabei vor allem darum, die Gesundheit der Mitmenschen zu schützen.

Quellen: Studie Zukunft Gesundheit 2020 der Schwenninger KrankenkasseJugendstudie 2020 der TUI-Stiftung