Wissenschaftler verglichen die Effekte von Intervalltraining und Ausdauertraining bei Männern mit Typ-2-Diabetes. Intervalltraining hatte signifikant positivere Auswirkungen auf diverse Gesundheitsparameter.

[jr] Bewegung stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem. Dementsprechend unterstützt sie den Körper dabei gesund zu bleiben und verbessert bei vielen Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebserkrankungen, psychischen Leiden oder Diabetes, den Krankheitsverlauf.

Intervall- vs. Ausdauertraining

In einer Studie untersuchten Wissenschaftler nun die Wirkung zweier verschiedener Bewegungsprogramme auf verschiedene Gesundheitsparameter bei männlichen Patienten mit Diabetes-Typ-2. Sie verteilten die insgesamt 51 Probanden auf zwei Gruppen.

Die eine Gruppe (n=26) führte sogenanntes 10-20-20-Training durch. Dieses Intervalltraining setzt sich aus verschiedenen Sets zusammen. Ein Set dauert 5 Minuten lang, danach erfolgt eine 2-minütige Pause (Traben/Gehen). Das Set besteht aus 5 Wiederholungen eines 1-minütigen Intervalls: es startet mit 30 Sekunden Training mit niedriger Intensität, gefolgt von 20 Sekunden Training mit moderater Intensität und einem 10-sekündigem Sprint/Endspurt mit voller Intensität. Die zweite Gruppe (n=25) führte hingegen Ausdauertraining durch. Die Interventionen erstreckten sich über einen Zeitraum von zehn Wochen und wurden dreimal pro Woche ausgeführt. Das Intervalltraining für jeweils 29, das Ausdauertraining für 50 Minuten. Gemessen wurden jeweils vor und nach der Intervention der HbA1c-Wert, die Körperzusammensetzung und die maximale Sauerstoffaufnahme.

Weniger Gesamt-Körperfett und bessere VO2max

Von den 51 teilnehmenden Männern flossen die Ergebnisse von 44 Männern in die Endanalyse ein (durchschnittliches Alter: 61,0 ± 6,8 Jahre, Diabetesdiagnose seit 7,5 ± 5,8 Jahren, HbA1c-Wert bei Studienbeginn: 7,4 % ± 1,3 %). In der 10-20-30-Gruppe und der Ausdauergruppe lag die Compliance mit dem Training bei 84 % bzw. 86%.

Nach den zehn Wochen Training reduzierte sich der HbA1c-Wert in der 10-20-30-Gruppe um 0,5 % (95% CI -0,72 bis -0,21, p < 0,001). Bei der Ausdauergruppe war keine Änderung zu beobachten. Zudem zeigte sich eine Reduktion des viszeralen Körperfetts nur in der Intervalltrainingsgruppe. Das Gesamt-Körperfett und die maximale Sauerstoffaufnahme verbesserte sich jedoch bei beiden Gruppen.

 

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Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Originalstudie