Das European Health and Fitness Forum 2020 (EHFF) war geprägt durch die Coronapandemie. Wie gefestigt sich der europäische Fitnessmarkt nach dem Neustart zeigt und wie die Studiobetreiber die Folgen der Corona-Krise einschätzen, waren zentrale Fragen, mit denen sich das EHFF 2020 beschäftigte.

[jr] Wir waren dabei und möchten euch nun einen Einblick in wichtigsten Zahlen und Fakten geben. Erste Ergebnisse der  „COVID-19 Impact Study“ von Deloitte lieferten zahlreiche Antworten auf wichtige Fragen, zeigten die Hauptauswirkungen der Coronapandemie auf und wiesen auf zukünftige Herausforderungen der Fitnessbranche hin.

Aktuelle Zahlen und Fazit

  • Die „COVID-19 Impact Study“ liefert positive Zahlen & Optimismus für 2021
  • Experten und Betreiber sind optimistisch was die Zukunft angeht
  • Konsolidierung, Digitale Transformation & neue Geschäftsmodelle sind die zentralen Herausforderungen
  • Studios sind kompetente Partner und fester Bestandteil der Prävention

Erste Ergebnisse COVID-19 Impact Study

Deloitte hat im Rahmen des European Health & Fitness Forum 2020 erste ausgewählte Ergebnisse seiner „COVID-19 Impact Study“ präsentiert. Die Verantwortlichen Karsten Hollasch (Deloitte) und Herman Rutgers (EuropeActive) sehen in den Entwicklungen nach der Wiedereröffnung ein positives Signal. Basierend auf ersten Studienergebnissen blicken sie, wie auch die Experten der IHRSA, mit einem gewissem Optimismus in die Zukunft.

Fitness- und Gesundheitsmarkt im Wandel

Die Praxiserfahrungen der vergangenen Monate haben gemeinsam mit den neuen Ergebnissen gezeigt, dass sich die europäische Fitness- und Gesundheitsbranche nachhaltig verändern wird.

Drei zentrale Herausforderungen

In den vergangenen Monaten haben sich drei zentrale Herausforderungen, welche die Branche langfristig vor wachsende Veränderungen stellen werden, ergeben:

  • Konsolidierung
  • Digitale Transformation
  • Umdenken und Neudenken hinsichtlich innovativer Geschäftsmodelle

Optimismus und Ausblick

Aufgrund der vorliegenden Daten sehen viele Studiobetreiber – trotz der Herausforderungen – laut Herman Rutgers die Zukunft optimistisch. Vorausgesetzt, dass kein weiterer Lockdown droht, gehen sie bis Ende des Jahres 2020 von einer weiteren Stabilisierung aus.
Wenn sie einen langfristigen Blick in die Zukunft wagen, also bis 2025, dann sieht keiner der befragten Studiobetreiber seine Existenz als schwer bzw. stark bedroht. Vielerorts rechnen sie – aufgrund der zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung – sogar mit einem Zuwachs des Wachstums.
Das sind definitiv positive Signale. „Die Studie unterstützt einen gewissen Optimismus für die Erholung und die Zukunft unserer Branche, der durch die positiven Signale und Prognosen von Investoren wie Analysten bestätigt wird.“, erläuterte Herman Rutgers von EuropeActive.

Zusammenhalt und weitere Professionalisierung

Andreas Paulsen (EuropeActive) betonte, wie wichtig der Zusammenhalt und das Engagement innerhalb der Fitnessbranche sind und forderte alle Beteiligten auf, noch näher und stärker zusammenzuarbeiten, um die Professionalisierung weiter voranzutreiben. „Es gilt dafür zu sorgen, dass die Studios als gesundheitsrelevante Dienstleister verstanden und auch wertgeschätzt werden“, fügte Hermann Rutgers abschließend hinzu. „Es ist klar, dass Fitnessstudios als strategischer Teil der Lösung und nicht als Problem betrachtet werden müssen.“

Auch wenn sich die Fitnessbranche momentan und auch weiterhin in einer extrem dynamischen und nicht berechenbaren Marktsituation befindet, machen diese Aussagen und Aspekte Mut und lassen Hoffnung für das kommende Geschäftsjahr zu.

 

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