Vor Corona fielen die Werbungen für das Hometraining-Bike von Peloton nicht großartig auf. Im Lockdown häuften sich gefühlt jedoch die Werbeauftritte, denn das Hometraining wurde zwangsläufig zur fast einzigen Möglichkeit sich fit zu halten.

[fm] Unabhängig davon war es aber schon immer die Intention des Firmengründers John Foley nicht allein zuhause zu trainieren, sondern sich das Studio nach Hause zu holen. Dies erfolgt über die Verfügbarkeit von hunderten Stunden aufgezeichneter Trainingseinheiten und die Möglichkeit live mit Gleichgesinnten, egal wo sie auf der Welt strampeln, gemeinsam Sport zu treiben.

Dafür sind Peloton-Fans bereit durchaus viel Geld in die Hand zu nehmen. Das Peloton Bike kostet stolze 2.650 Euro und der Live-Zugang 39 Euro im Monat. Trotzdem sind ein Hype und eine Loyalität entstanden, die mit Apple und der Treue zum iPhone zu vergleichen sind. Den drei Millionen Nutzer weltweit und eine Million Abonnenten sind eine Marke. Sein hart verdientes Geld in Sport, Spaß und Gesundheit zu investieren, war zudem noch nie wirklich verkehrt. Peloton freuts, denn das Unternehmen hat mittlerweile einen Börsenwert von 18 Milliarden Dollar, das sind fünf Milliarden Dollar mehr als beim Sportartikelkonzern Puma, der gut viermal so viel umsetzt.

 

Quelle: Zeit Online, 17. September 2020, erschienen in der Wirtschaftswoche

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