Es gibt reichlich Evidenz darüber, dass meditative Übungen Stress verringern. Wissenschaftler untersuchen nun auch negative Effekte.

[sh] Achtsamkeitsübungen sind inzwischen fest etabliert, entweder als Teil von Yoga, Pilates und Co., im Alltag oder eingebettet in die Regenerationsstrategie eines Leistungssportlers. Es gibt reichlich Evidenz darüber, dass meditative Übungen beispielsweise zur Stressreduktion beitragen. Doch wie viel Achtsamkeit ist sinnvoll? Unter dem Begriff McMindfulness wird der kommerzialisierte Achtsamkeitshype zunehmend kritisiert.

Negative Auswirkungen

In der Wissenschaft beginnt man, nun auch diametrale Theorien zu untersuchen. Statt lediglich die positiven Aspekte in den Fokus zu stellen, fragt man nun auch, ob negative Auswirkungen möglich sind – und wenn ja, welche. Der Forscher Dr. Miguel Farias veröffentlichte dazu ein Review. Er kommt zu dem Ergebnis, dass etwa 8 Prozent der Menschen, die sich an Meditation wagen, eher negative Erfahrungen machen. Das sei allerdings nur ein Richtwert. Er fordert in der Wissenschaft eine kontradiktorische Kollaboration. Das bedeutet, dass sich Kritiker und Befürworter zusammentun und gemeinsam in Teams forschen.

 

Quelle: Farias M. et al. Adverse events in meditation practices and meditation‐based therapies: a systematic review. ll.rpv.media/1n0

 

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