Fitnessstudios in Deutschland haben durch die coronabedingten wochenlangen Schließungen rund ein Fünftel ihrer Mitglieder verloren. Auch wenn die gefürchtete Insolvenzwelle bisher ausgeblieben ist, so müssen schätzungsweise etwa fünf Studios pro Woche ihre Pforten für immer schließen.

[jr] Laut einer Umfrage des Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) im Mai, möchte rund jeder fünfte Kunde seit Corona nicht mehr ins Fitnessstudio gehen. Durch die wochenlange Schließung haben die Studios viele ihrer Mitglieder verloren.

(Noch) keine Pleitewelle

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei die Mitgliederzahl um 15 bis 20 Prozent gesunken, erklärte der Vorsitzende des Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland, Botond Mezey, dem Berliner „Tagesspiegel“. Die befürchtete Insolvenzwelle sei aber bislang ausgeblieben. „Es sieht derzeit nicht nach einer Pleitewelle aus“, sagte Mezey.

Kundenschwund

Der Verbandschef schätzt, dass rund fünf Studios pro Woche kapitulieren müssen. In Deutschland gibt es derzeit rund  9.700 Fitnessstudios. Letztes Jahr machte die Branche einen Umsatz von 5,51 Milliarden Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Studios in ganz Deutschland von März bis Mitte Mai geschlossen. In vielen Bundesländern durften sie erst im Juni wieder öffnen.

Diese Zahlen decken sich mit der Umfrage, im Rahmen derer der DIFG rund 1.000 Fitnessstudio-Mitglieder befragen ließ. Dabei gab jeder Fünfte an, in Zukunft das Fitnessstudio seltener als vor der Krise besuchen zu wollen – oder sogar gar nicht mehr.

 

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Quellen: Deutschlandfunk, Redaktionsnetzwerk Deutschland