Glücklicher Aufschrei bei Fußballenthusiasten: An diesem Wochenende können Fans wieder die Bundesliga über ihre Fernsehbildschirme mitverfolgen. Doch wer „alles beim Alten“ vermutet, liegt falsch. Mitglieder 36 deutscher Profivereine versammeln sich diesen Donnerstag, um über relevante Regeln zu beraten. Ein Saisonabbruch ist ebenfalls nicht vom Tisch.

[md] 35 Seiten umfasst das Papier, das Regelungen rund um präventive und hygienische Maßnahmen festhält. Vor dem Restart der 1. und 2. Bundesliga, die als Geisterspiele bestritten werden, sind noch einige Punkte zu klären. Die Zustimmung der einzelnen Clubs steht noch aus. Auch der erzwungene Saisonabbruch steht noch auf der Agenda.

Keine Aufstockung

Bei einem erzwungenen Abbruch der Saison wird es laut Peter Peters, dem Aufsichtsratvorsitzenden der DFL, keine Aufstockung geben. Einen Auf- und einen Abstieg soll es trotzdem geben. Im Detail heißt das ein Meister und zwei Absteiger. Unklar ist noch, ob alle Teams bei einem Abbruch die gleiche Anzahl an Partien absolviert haben müssen. Eine endgültige Entscheidung diesbezüglich steht noch aus.

Bäumchen wechsel dich

In der Mitgliederversammlung per Videokonferenz wird ebenso eine Entscheidung zur Anzahl der Auswechslungen getroffen. Aktuell ist im Gespräch das Kontingent eines Teams auf fünf Spieler zu erhöhen.

Wer steigt ab, wer ist Meister

Bei einem sofortigen Abbruch, wäre laut jetzigem Stand der FC Bayern München Meister. Werder Bremen und der SC Paderborn müssten in der nächsten Saison hingegen als Zweitligisten spielen.

Räumliche Situation

Maximal dreihundert Personen dürfen das gesamte Gelände parallel betreten. Fans sind nicht erlaubt und auch bei der Anreise der Spieler muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Für diese Punkte hat das gastgebende Team Sorge zu tragen.

Kuscheln verboten

Nicht erlaubt werden sollen Umarmungen, das Abklatschen, Rudelbildungen, Händeschütteln und das gemeinsame Einlaufen. Das ohnehin für den Zuschauer unangebrachte Ausstoßen von Speichel und Spucken sind verboten. Auch auf den Trainer- und Spielerbänken ist ein Mindestabstand einzuhalten.

Hygienekonzept

Die Hygienebeauftragten der Klubs müssen laut dem vorgelegten Papier bis 10.30 Uhr des Spieltags ein Formular an die Deutsche Fußball Liga übermitteln. Hierin wird die Negativtestung der Spieler attestiert. Sollte ein Test jedoch positiv ausfallen, führt dies zu einer Absage des Fußballspiels.

 

 

Quellen:

Spiegel Online, n-tv,

 

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