Diverse Verbände der Sport- und Fitnessbranche fordern bei der Bundespolitik Lösungen zur Bewältigung der Panademiekrise ein und verweisen auf die prekäre Lage.

[sh] Die aktuellen Bestimmungen der Bundesregierung sehen aktuell keine Öffnung von Sport- und Fitnesseinrichtungen vor. Inzwischen haben mehrere Verbände sich zur aktuellen Krisensituation geäußert und suchen den intensiven Kontakt zur Politik.

Auch die Bundesregierung verliert Einnahmen

Der VDF (Verband Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen) setzte ein Schreiben an die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf. Darin steht: „Natürlich gibt es auch in der Fitnessbranche Online-Konzepte, aber die puffern nur einen kleinen Teil dieses seit Jahrzehnten bestehenden Milliarden-Marktes ab.“ Der 1. Vorsitzende des VDF Kai Schimmelfeder macht auf die finanziellen Konsequenzen für die Bundesregierung aufmerksam: „Kein Umsatz, kein Gehalt, kein Honorar heißt auch keine Steuereinahmen! Bei einer Branche mit einem Umsatz von mehr als 5,5 Milliarden Euro jährlich in Deutschland und entsprechenden Sozialleistungen, ist das erheblich… .“

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Schlüsselrolle Fitnessstudio

Auch der DIFG (Deutscher Industrieverband für Fitness und Gesundheit) äußerte sich zur aktuellen Lage mit einem Schreiben an Dr. Roy Kühne. Darin heißt es: „Ab dem Zeitpunkt der Schließung sind die Umsätze unserer Industriepartner quasi auf „null“ eingebrochen.“ Das Schreiben benennt die Konsequenzen im Zuge der unklaren Zukunftsaussagen: „Vor allem die fehlende Perspektive, wann mit einer Aufhebung oder mindestens Lockerung der Maßnahmen zu rechnen ist, führt für sich genommen bereits dazu, dass etwaige Investitionsabsichten aufgegeben werden.“ Der DIFG hält eine Öffnung von Fitnesseinrichtungen für möglich: „Die Fitnessstudios könnten unter anderem bei einer gezielten und gesteuerten Infizierung eine „Schlüsselrolle“ einnehmen. Analog zu den Maßnahmen in Supermärkten (z.B. die jeweilige Distanz zu den anderen Kunden) könnten auch diese ein probates Mittel darstellen, den Betrieb der Studios wieder zu eröffnen.“

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Ralf Scholz, 1. Vorsitzender des DIFG, und der DIFG-Geschäftsführer Prof. Dr. Niels Nagel sagten: „Im Hinblick auf das Ziel Wiedereröffnung muss die Fitness-Branche jetzt geschlossen und kooperativ zusammenarbeiten. Das findet aus unserer Sicht zwar in einzelnen Gruppen statt, aber es fehlt nach wie vor das gemeinsame Dach. Wenn sich hier nichts ändert, wird es schwer, die Wirtschaftlichkeit in großen Teilen der Fitnessbranche zu sichern. Wir installieren deshalb eine unabhängige Expertengruppe der Fitnessbranche.“

Vorschläge liegen vor

Der DSSV (Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen) veröffentlichte eine Pressemitteilung in der es heißt: „Der DSSV habe alle entscheidenden Politiker auf Bundes- und Landesebene über die Situation der Fitnessbranche informiert.“ Des Weiteren weißt der Verband darauf hin, dass er mehrfach Vorschläge unterbreitet habe, um die Distanz- und Hygienemaßnahmen im Zuge des Inflationsschutzes sicherzustellen.

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