Rheinland-Pfalz erlaubt Tennis, Rudern und Reiten. Auch Profisportler können aufatmen.

[sh] In Rheinland-Pfalz sind seit dieser Woche Tennisanlagen zum Sport freigegeben. Auch weitere Sportarten im Freien wie beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf oder Reiten sind erlaubt. Das Sportministerium in Rheinland-Pfalz begründete die Entscheidung wie folgt: „Sportliche Betätigung alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien ist auch unter Benutzung von Sportanlagen auf Anordnung der Landesregierung wieder zulässig, soweit die gebotenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden können und der Träger einer Öffnung der Sportstätte ausdrücklich zustimmt. Die Lockerung betrifft Sportarten im Freien wie beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf oder Reiten und ähnliche Sportarten, bei dem das Kontaktverbot und der Mindestabstand eingehalten werden können. Damit soll Bewegung auch in Zeiten der Einschränkung vorrangig bei Outdoor-Sportarten ermöglicht werden. Die Lockerungen im Sportbereich betreffen Individualsportarten und gelten nicht für Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball. Sie sind eine Reaktion auf die große Disziplin und das Verantwortungsbewusstsein der rheinland-pfälzischen Bevölkerung.“

Ausnahme Spitzen- und Profisport

Die Landesregierung bestätigte gegenüber der Leistungslust Ausnahmen im Spitzensport. Der Betrieb öffentlicher und privater Sportanlagen zu Trainingszwecken des Spitzen- und Profisports ist zulässig. Als Spitzen- und Profisport werden definiert:

  •  Olympische und paralympische Bundeskaderathletinnen und -athleten (Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader), die an Bundesstützpunkten, anerkannten Landesleistungszentren und Landesstützpunkten trainieren
  •  Profimannschaften der 1. und 2. Bundesligen aller Sportarten,
  • Wirtschaftlich selbstständige, vereins- oder verbandsungebundene Profisportlerinnen und -sportler ohne Bundeskaderstatus

Beim Training sind gewisse Rahmenbedingungen zu beachten:

Bei der Durchführung der Trainingseinheiten ist zur Reduktion des Übertragungsrisikos des Coronavirus SARS-CoV-2 zwingend zu beachten, dass:

1.       Trainingseinheiten nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden dürfen,

2.       Während der gesamten Trainingszeit das Einhalten eines Abstands von mehr als

3.       1,5 Metern zwischen sämtlichen anwesenden Personen, insbesondere zwischen Spielerinnen und Spielern, Sportlerinnen und Sportlern sowie Betreuerinnen und Betreuern, zu gewährleisten ist,

4.       Ein Training von Spielsituationen, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, ist untersagt,

5.       Trainingseinheiten ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von maximal fünf Personen erfolgen,

6.       Besonders strenge Hygieneanforderungen beachtet und eingehalten werden, insbesondere im Hinblick auf Desinfektion von Nassräumen und benutzten Sport und Trainingsgeräten,

7.       Kontakte außerhalb der Trainingszeiten auf ein Minimum beschränkt werden; dabei ist die Einhaltung eines Mindestabstands von mindestens 1,5 Metern zu gewährleisten; falls Räumlichkeiten die Einhaltung dieses Mindestabstands nicht zulassen, sind sie zeitlich versetzt zu betreten und zu verlassen.

Fitnessstudios bleiben geschlossen

Eine Betreiberin eines Fitnessstudios in Rheinland-Pfalz klagte gegen die Schließung. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz lehnte den Eilantrag ab. Diese Entscheidung bestätigt auch die aktuell geltende Anordnung der Landesregierung. Diese bestätigte uns: „Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen, Thermen, Solarien, Wellnessanlagen, Badeseen und ähnliche Einrichtungen bleibt grundsätzlich verboten.“

 

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