Im November fand zum dritten Mal der „Dein Winter. Dein Sport. Summit“ in Oberstdorf statt. Die drei führenden deutschen Wintersportverbände haben ein klares Zeichen im Hinblick auf den Klimawandel gesetzt.

Schneesichere Gebiete

[jr] Auch für den Wintersport hat der Klimawandel schlimme Folgen. Durch die stetig steigenden Durchschnittstemperaturen werden die für den Wintersport ausreichenden Schneehöhen in Zukunft möglicherweise erst oberhalb von 1200 bis 1500 Metern über dem Meeresspiegel anzutreffen sein. Das würde zum Beispiel im Hinblick auf die Schweiz bedeuten, dass sich dort die heute mit 85 Prozent als schneesicher betrachteten Gebiete auf 63 Prozent reduzieren würden. Wissenschaftler sind sich einig, dass die Lufttemperatur in den nächsten 30 Jahren um ein bis zwei Grad im Winterhalbjahr in Mitteleuropa ansteigen wird. In den Gebirgsregionen wird dieser Temperaturanstieg stärker ausfallen als im globalen Mittel. Es sollte dementsprechend im Interesse jedes Wintersportlers liegen, aktiven Klimaschutz zu betreiben und zu propagieren.

Verantwortung

Die Initiatoren des zweitätigen Kongresses Deutscher Skiverband (DSV), Deutscher  Skilehrerverband (DSLV) und Snowboard Germany übernehmen diesbezüglich Verantwortung und forderten die Branche auf, sie dabei tatkräftig zu unterstützen. Es soll eine klare Botschaft ausgesendet werden. „Wir übernehmen ganz konkret Verantwortung für die nächsten Generationen und fordern alle Beteiligten auf, nachhaltig, bewusst und sozial zu handeln“, fasst DSV-Präsident Dr. Franz Steinle zusammen. Die Initiatoren verstehen sich als Sprachrohr für den Wintersport in Deutschland und suchen den offenen und konstruktiven Dialog. Sowohl mit allen Partnern aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, aber auch mit Kritikern und anderen Interessengruppen.

Zukunftsfragen

Unter dem Motto #careforfuture wurden während des Summits die drängendsten Zukunftsfragen von Experten aus Wissenschaft, Sport, Wirtschaft, Politik und Medien diskutiert. Unter anderem die Frage nach den Sportlern und Gästen der Zukunft, wie auf deren verändertes Sport- und Freizeitverhalten reagiert werden sollte und was die Herausforderungen des Klimawandels bedeuten. Kombinations-Olympiasieger Johannes Rydzek, die mehrfache Telemark-Juniorenweltmeisterin Johanna Holzmann, Abfahrer Andreas Sander, Biathlon-Star Kati Wilhelm und Paralympics-Athlet Gerd Schönfelder waren zur Unterstützung vor Ort.

Erklärung

Als erste deutsche Sportverbände unterzeichneten der DSV, DSLV und Snowboard Germany die UN-Deklaration „Sports for Climate Action Framework“ und setzten damit ein klares Statement. Sie verpflichten sich mit dieser Erklärung, Verantwortung für die eigene Klimabilanz zu übernehmen, diese durch Nachhaltigkeitsstrategien mit messbaren Zielen und Maßnahmen systematisch zu reduzieren und den Klimaschutz allgemein zu unterstützen.

 

 

 

Quellen:

DSV

Pressemitteilung DSV