Deutsche zufrieden wie nie zuvor. Sonderthema ist dieses Jahr die Geschlechtergerechtigkeit.

Die Auswertung über die Zufriedenheit der Deutschen für das Jahr 2019 ist publiziert. Im Glücksatlas der Deutschen Post wurden 30. 000 Personen zu ihrer Zufriedenheit befragt. Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass die glücklichsten Menschen in Schleswig-Holstein leben. Zum wiederholten Mal landet Brandenburg auf dem letzten Platz.

Richard Pflaum Verlag GmbH&CoKG

Auswertungskriterien

Das Ranking des Glücksatlas wird auf einer Skala von 0 bis 10 gemessen. Die Zufriedenheit in ganz Deutschland liegt laut den Werten von 2019 bei 7,14. Grund für den Aufschwung liefert der ostdeutsche Durchschnittswert, der bei 7,0 liegt. Ebenso positiv zeigt sich der um 0,17 verringerte Abstand zwischen West- und Ostdeutschland. Dieser Gesamtentwicklung sollen eine gute Beschäftigungslage, die positive Entwicklung der Haushaltseinkommen und eine solide Robustheit gegenüber Schlechtwettermeldungen zugrunde liegen.

Sonderpunkt: Geschlechtergerechtigkeit

Gesonderte Aufmerksamkeit weist das Thema Geschlechtergerechtigkeit auf. Unternehmen, die ihr Augenmerk auf geschlechtliche Gleichberechtigung legen, haben zufriedenere Mitarbeiter. Zudem trägt eine familienfreundliche Arbeitsatmosphäre zu einem erhöhten Wert in diesem Bereich bei. Trotz dieser Daten sehen einige Befragte in vielen Bereichen immer noch genderspezifische Benachteiligungen.

Sport trägt zum Wohlbefinden bei

Doch nicht nur soziale Vorteile sind für eine verbesserte Lebenszufriedenheit entscheidend. Nachgewiesenermaßen hilft auch Sport, das Wohlbefinden zu verbessern und macht zudem glücklich. Die Verbindung zwischen Sport und der Ausschüttung von Glückshormonen wurde schon mehrfach wissenschaftlich untersucht. In diesem Jahr wurde beispielsweise die sogenannte HUNT-Studie vorgestellt. Die Langzeitstudie kam unter anderem zu dem Schluss, dass Personen, die keinen Sport betrieben, ein um 44 Prozent höheres Risiko hatten an einer Depression zu erkranken. Eine Person, die ein bis zwei Stunden Sport pro Wochen treibt, hat ein reduziertes Risiko.