Seit einiger Zeit wird intermittierendes Fasten als eine revolutionäre Ernährungsstrategie propagiert, die neben Gewichtsreduktion auch noch viele weitere positive Effekte mit sich bringen soll. Das Intervallfasten ist jedoch keine Erfindung unserer modernen Welt, sondern bereits seit Jahrhunderten in vielen Kulturen und Religionen bekannt – man denke beispielsweise an den Ramadan im Islam oder an die Fastenzeit im Christentum. Dabei stellt sich die Frage, ob solche Maßnahmen wirklich Sinn machen oder ob sie gar gesundheitliche Schäden verursachen.

In den 1990er- und 2000er-Jahren wurden durch wissenschaftliche Untersuchungen erstmalig die Effekte einer intermittierenden Nahrungsaufnahme im Tiermodell genauer analysiert. Die Ergebnisse waren durchaus vielversprechend: Zellen regenerierten sich schneller und die Tiere lebten länger. Seitdem werden die Wirkungen des Intervallfastens intensiver erforscht. Darüber hinaus konnten nachhaltige Wirkungen hinsichtlich der Gewichtsreduktion ohne Jojo-Effekt nachgewiesen werden, weshalb auch die Fitnessindustrie auf diese Ernährungsstrategie aufmerksam wurde. Und tatsächlich scheinen Hungerperioden für die Gesundheit des Menschen vorteilhaft zu sein, weshalb in diesem Artikel die Ergebnisse aktueller Studien genauer betrachtet werden sollen.