Wie ist das, wenn man Profisportler auf große Turniere vorbereitet, beispielsweise eine Hockeyspielerin der Damen-Nationalmannschaft auf die Olympischen Spiele? Sportphysiotherapeuten sind ganz nah dran an den Athleten. Im Interview spricht die Kollegin Julia Boie über Herausforderungen, den Druck, der auf Therapeuten und Sportlern vor dem Wettbewerb lastet, Ruhe und Regeneration sowie die Bedeutung von Faszientraining.

Liebe Julia, wie war dein physiotherapeutischer Werdegang? Wie bist du in der Sportphysiotherapie gelandet?

Ich bin seit 2002 Physiotherapeutin und habe dann angefangen, im Olympiastützpunkt Hamburg / Schleswig-Holstein zu arbeiten. Dort bin ich mit den unterschiedlichsten Sportarten in Kontakt gekommen, bin unter anderem mit Schwimmern oder Beachvolleyballern zu Wettkämpfen oder Trainingslagern gefahren.

Seit 2010 betreue ich die Hockey-Nationalmannschaft. Angefangen habe ich mit der U16, zwei Jahre später dann die Damen-Nationalmannschaft übernommen. Als ehemalige Nationalspielerin hatte ich den Vorteil, die Sportart und ihre Abläufe zu kennen. Außerdem konnte ich dadurch gut nachempfinden, wie hoch die Belastungen für die Spielerinnen sind.