Mengenmäßig ist Wasser der Nährstoff Nummer 1. Von keinem anderen brauchen wir mehr. Weil Wasser für das Überleben so wichtig ist, verfügt der Körper sogar über ein besonderes Rückmeldesystem, das anzeigt, wenn der Wasserhaushalt in Schieflage gerät: Das Durstgefühl. Während früher empfohlen wurde zu trinken, bevor der Durst kommt, hört man aktuell häufiger den Tipp, nur dann zu trinken, wenn man Durst hat. Klingt nach Widerspruch, ist es aber eigentlich nicht.

Trinken ist essenziell. Wasser ist für den menschlichen Körper ein essenzieller Nährstoff. Im Rahmen der aeroben Energiebereitstellung wird zwar endogen Wasser hergestellt, das sogenannte Oxidationswasser. Die gebildeten Mengen sind aber zu gering, um die täglichen Gesamtverluste zu kompensieren. Der Hauptposten, über den Körperwasser täglich verloren geht, ist die Urinabgabe, denn die meisten Endprodukte des Stoffwechsels können nur in gelöster Form über die Nieren ausgeschieden werden. Schon nach zwei bis vier Tagen massiven Wassermangels kann der Körper die harnpflichtigen Substanzen nicht mehr eliminieren (1), was lebensbedrohliche Folgen hat.