Die Nackenregion sollte nicht nur aus optischen Gründen in das Krafttraining integriert werden: Sie bietet auch aus athletischer Perspektive erhebliches Leistungspotenzial. Für ein umfassendes Nackentraining sind variable Widerstandsrichtungen unerlässlich. Durch kleine, organisatorisch leicht umzusetzende Anpassungen können die multidirektionalen Faserverläufe des M. trapezius beim klassischen Schulterziehen gut entwickelt werden. Ein progressiv gestaltetes Nackentraining kann auf diese Weise nicht nur zu einer verbesserten Optik des Schultergürtels beitragen, sondern dient auch der Leistungsentwicklung in vielen Sportarten.

Der Nacken als Leistungsfaktor. Bei vielen Sportarten wird der Nackenbereich stark beansprucht.Die Nackenmuskulatur tritt jedoch selten als leistungsdeterminierender Faktor in Erscheinung. Bei sämtlichen Würfen, Landungen, Abrollbewegungen, Kollisionen oder immer dann, wenn Fliehkräfte eine Rolle spielen, ist die Nackenmuskulatur aber im Dauereinsatz. Sie steuert nicht nur die Schulterblätter entscheidend, sondern stützt und bewegt unsere wichtigste Struktur: den Kopf. Dies wird mit einem Blick auf diese Region besonders deutlich. Spricht man vom Nacken, so bezieht man sich häufig auf den M. trapezius. Obwohl weitere Agonisten an seinen Bewegungen beteiligt sind, soll im Folgenden das Training dieses Muskels im Fokus stehen – wenngleich aufgrund der stark ausdifferenzierten Faserverläufe wohl die Bezeichnung „Muskelgruppe“ angebrachter wäre.