Als Athletiktrainer hat man die anspruchsvolle Aufgabe, einen Athleten „nebenbei“ leistungsfähiger zu machen. Das Sporttraining ist oft wichtiger und nimmt die meiste Zeit und Trainingskapazität in Anspruch. Dies macht die athletische Betreuung sehr interessant und hilft dir als Trainer, besser zu werden, da das Training so spezifisch und zielführend wie möglich gestaltet werden muss, um den Sportler nicht mit unwesentlichem Training zu belasten. Es gilt, sinnvoll zu testen und die Ergebnisse effektiv in die Praxis umzusetzen.

Dis Basics sind essentiell. Der Athletikcoach ist verantwortlich, das „System Sportler“ ganzheitlich stärker zu machen. Das richtige Vorgehen vom Start mit der Evaluation des Sportlers, über die Analyse des Sports selbst, hin zur Trainingsplanung ist somit essentiell, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Wichtige Grundlagen für ein optimales Training und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist die Entwicklung der Muskulatur und der Maximalkraft in einem sportrelevanten Grad (meist im Bereich der Relativkraft), die Stabilisierung des passiven Bewegungsapparates sowie das Ausgleichen von Dysbalancen und sonstigen Funktionseinschränkungen. Danach folgt der Aufbau der sportspezifisch benötigten Kraftqualitäten. Dies beinhaltet speziell die Bereiche der Reaktiv- (Plyometrie), Start- und Schnellkraft (Abb. 1). Für das Training dieser Maximalkraftmethoden beziehungsweise -anforderungen ist eine ausreichende Trainingserfahrung, gute Relativkraftwerte und eine sinnvoll gesteuerte Progression der Übungen notwendig. Man sollte dabei auch immer im Hinterkopf haben, dass das Sportspezifischste, was ein Athlet machen kann, immer der Sport an sich ist. Gerade für die Sensomotorik und die Ausdauerentwicklung ist das oft ausreichend. Als Athletiktrainer hat man also eher den Aufbau der grundlegenden Athletik hin zu sportnahen Anforderungen als Aufgabe, als die Sportart im Kraftraum zu imitieren.