Rudern ist eine der klassischen olympischen Disziplinen mit weitreichender Tradition. Allerdings fristet es neben populären Sportarten wie Fußball, Tennis oder Handball ein beständiges Nischendasein. Aus trainingswissenschaftlicher Sicht ist das schwer nachzuvollziehen, denn kaum eine andere Sportart fordert den Körper auf so intensive und umfassende Weise. Neben der physischen Komponente spielt auch der Teamgeist eine wichtige Rolle: Beim Mannschaftsrudern ist absolute Synchronisierung notwendig.

Allgemein wird zwischen Riemenrudern und Skullen unterschieden. Beim Skullen arbeitet der Ruderer mit jeweils einem Skull rechts (Steuerbord) und links (Backbord) in der Hand. Riemenrudern bedeutet dagegen, dass ein einziger Riemen mit beiden Händen geführt wird, entweder nach Backbord oder nach Steuerbord. Gefahren wird im Einer (Skiff), Zweier, Vierer oder Achter. Bis auf das Skiff kann jedes Boot entweder als Skull- oder Riemenvariante sowie mit oder ohne Steuermann gefahren werden. Je nach Regatta unterscheiden sich auch die Wettkampfdistanzen: In der olympischen Klasse werden 2.000 Meter gefahren, auf kleineren Regatten auch 1.000 Meter. Hinzu kommen reine Sprintregatten, bei denen die Strecke zwischen 300 und 500 Metern liegt. Darüber hinaus werden auch Langstreckenwettkämpfe über drei oder mehr Kilometer gefahren, zum Beispiel das „Head of the River Race“ in London mit rund 6,8 Kilometern.