Für viele dient Sport der Gesundheit, als Ausgleich zum Alltag oder als kleine Rückzugsinsel vom Stress. Es gibt aber auch jene, die ihr Geld damit verdienen, für die es existenziell ist, leistungsfähig und fit zu sein. Leistungssportler werfen ihren Körper immer neuen und höheren Grenzen entgegen. Neben dem Druck von außen setzen sie sich auch selbst durch den eigenen Anspruch mächtig unter psychischen Druck. Bei dieser Druckspirale gibt es meist nur einen Weg, und zwar den nach unten. Es sei denn, man steuert dieser Fremdbestimmung selbstbestimmt entgegen.

Negative Szenarien. Es gibt verschiedene Szenarien im Leben eines Menschen oder eines Sportlers, die zu belastenden Situationen werden und in denen negative Gefühle überwiegen können:

  1. Der eigene, perfektionistische Anspruch ist zu hoch und kaum erreichbar.
  2. Der Druck von außen durch Arbeitgeber, Trainer, Medien oder Sponsoren ist zu hoch.
  3. Belastende Situationen im näheren Umfeld, wie Krankheiten oder Todesfälle im Familien- und Freundeskreis.
  4. Das Schicksal schlägt bei einem persönlich durch Krankheit oder Unfall massiv zu.

Der erste Punkt trifft eigentlich auf fast alle erfolgreichen Menschen zu, denn außerordentliche Leistungen erfordern die entsprechenden Mühen und Arbeit. Denn nur wenn man gewillt ist, nicht nur an seine Grenzen zu gehen, sondern auch darüber hinaus, dann trennt sich die sprichwörtliche Spreu vom Weizen. Aber auch bei den extrem erfolgreichen Sportlern gibt es große Unterschiede, wie stark und über welchen Zeitraum sie diesem selbstauferlegten und von außen eingebrachten Druck entgegenwirken können. Schwierig wird es auch bei Punkt zwei, wenn die Druckregulierung von außen nicht mehr in den eigenen Händen liegt und man oft nur reagieren und nicht mehr selbst korrigierend agieren kann. Schlimmer und unvorbereiteter trifft es einen bei den Punkten drei und vier, wenn man selbst oder eine nahestehende Person mit schweren Krankheiten oder den Folgen von Unfällen zu kämpfen hat.