Um Muskelmasse aufzubauen und die Kraft zu steigern, ist ein optimal überschwelliger Trainingsreiz nötig. Dieses Trainingsprinzip war lange Zeit in Stein gemeißelt und dürfte jedem Trainer bekannt sein. Doch jetzt sollen sich auf einmal auch mit niedrigen Trainingsintensitäten vergleichbare Effekte erzielen lassen, nur weil man den Blutfluss in den Extremitäten einschränkt? Genau dies scheint beim Okklusionstraining der Fall zu sein.

Wer im Bereich Training, Therapie oder Rehabilitation tätig ist, wird sicher schon von Okklusionstraining (Blood Flow Restriction Training – BFRT) gehört haben. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich im Moment stark mit diesem Thema und die Forschungsergebnisse sind äußerst vielversprechend. Doch was genau ist überhaupt Okklusionstraining, wo hat es seinen Ursprung und wie lässt es sich in der Praxis anwenden?

Beim Okklusionstraining werden die unteren oder oberen Extremitäten abgeschnürt, meist mithilfe von aufblasbaren Manschetten. So wird der venöse Blutfluss eingeschränkt, wodurch es zu einem Blutstau in den jeweiligen Gliedmaßen kommt.