Laktose, Fruktose, Histamin und Gluten – wenn der Körper auf Nahrungsmittel reagiert. Rund ein Viertel der Leistungssportler ist von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (NMU) betroffen. Ausdauersportler scheinen dabei häufiger auf Nahrungsmittel zu reagieren. Die Symptome können starke Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit haben. Daher stellt die richtige Diagnose den Grundbaustein für eine mögliche Therapie sowie eine damit verbundene Ernährungsumstellung. Als Ansprechpartner sollten hierzu qualifizierte Ernährungsberater zu Rate gezogen werden.

Begriffsverwirrung. Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dabei werden die Begrifflichkeiten Allergie, Intoleranz und Unverträglichkeit häufig unpräzise und irrtümlicherweise überschneidend angewandt.

Im Folgenden wird der Oberbegriff „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ für immunologisch vermittelte und nicht-immunologisch vermittelte Reaktionen verwendet. Dies basiert auf der Einteilung der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) und der World Allergy Organization (WAO). Die beiden Organisationen haben 1995 eine einheitliche Terminologie für NMU vorgeschlagen. Dabei unterteilt die EAACI immunologisch vermittelte Reaktionen und nicht-immunologisch vermittelten Reaktionen (1).