Miriam Welte ist eine deutsche Bahnradsportlerin, Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin. Sie ist Polizeikommissarin bei der Landespolizei Rheinland-Pfalz und tritt für den 1. FC Kaiserslautern an. Dem Radsport gehört sie seit 2001 an und hat dort national und international alles erreicht, was überhaupt möglich ist. Miriam trainiert seit zwei Jahren mit dem LL-Autor und Athletik-Coach Christian Thomas. In einem Interview gab sie uns Einblick in ihr Training.

Miriam, gleich zu Beginn eine verrückte Frage: Wieso fährt man die Bahn gegen den Uhrzeigersinn?

Es ist wie in der Leichtathletik auch. Man rennt dort auch gegen den Uhrzeigersinn. So ist es bei uns im Bahnradfahren auch. Woher das kommt, kann ich jetzt eigentlich gar nicht sagen. In jedem Fall ist es ein komisches Gefühl, wenn man andersrum fährt, also im Uhrzeigersinn. Das machen wir manchmal im Training.

Wie bist du denn überhaupt zum Radsport gekommen? Vor allem, zum Bahnradfahren. Das ist ja keine alltägliche Sportart.

Ich habe mit 14 Jahren angefangen mit dem Radsport. Mein Stiefvater ist Radsporttrainer. Dadurch war ich bei den Wettkämpfen oft dabei. Das hat mir dann so gut gefallen, dass ich Lust hatte, das selbst auszuprobieren. In Deutschland fährt man in der U17 und U19 Straßen- und Bahnwettkämpfe. Auf der Bahn war ich erfolgreicher als auf der Straße, ich stand regelmäßig auf dem Podium. Dadurch war schnell klar, dass ich Bahnradfahrerin werde.