Beim Stichwort Maximalkraft denkt man an Powerlifter, Strongmen und Co. – starke Männer und Frauen, die mit ihrer unglaublichen Kraft sehr hohe Gewichte bewegen. Auch gibt es Bodybuilder wie Ronnie Coleman oder Franco Columbu, die durch ihr Maximalkrafttraining stark und massig zugleich sind. Columbu begann seine Karriere sogar im Powerlifting und stellte darin einige Weltrekorde auf. Das wiederum zeigt uns die Vielfältigkeit des Maximalkrafttrainings. Inspiriert durch solche Sportlergeschichten erhoffen sich viele Trainierende, ihre Maximalkraft steigern zu können. Doch das ist oft gar nicht so einfach und bedeutet ein jahrelanges und exakt abgestimmtes Training.

Maximalkrafttraining macht nicht für jeden gleich viel Sinn und birgt auch seine Risiken. Während es für den normalen Hobbysportler eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist es vor allem in Leistungssportarten sinnvoll, bei denen ein erhöhter Power-Output generiert werden muss. Paradebeispiele sind Wurfsportarten wie Kugelstoßen, Diskus- und Hammerwerfen, Olympisches Gewichtheben und Powerlifting. Aber auch in Spielsportarten stellt die Maximalkraft eine Grundvoraussetzung dar: Diese Disziplinen benötigen vor allem Schnellkraft, die wiederum durch die Maximalkraft ausgeprägt wird. Dabei gilt es das Strength-Speed-Continuum zu beachten, also die Frage, ob in der jeweiligen Sportart mehr Kraft (strength) oder Geschwindigkeit (speed) gefordert ist. Diese Fähigkeiten müssen dann grundlegend und sportartspezifisch trainiert werden (1).