Deutschland, ein Land der Nichtschwimmer. Betrachtet man die Statistiken, ist die Situation der Schwimmfähigkeiten schon alarmierend. Fakt ist, dass sich viele Kinder mit zehn Jahren noch nicht sicher über Wasser halten können. Sicherlich schließen Schwimmbäder vielerorts. Aber die Verantwortung für die Schwimmmisere liegt nicht nur daran, sondern vielfach auch an den Eltern. Des Weiteren spielen auch Menschen aus anderen Kulturen und Flüchtlingsländern in die Statistiken mit rein.

Statistiken lügen nicht. Nur 59 Prozent der Zehnjährigen sind sichere Schwimmer. Das Seepferdchen absolvieren zwar noch 77 Prozent der Grundschüler (1).  Jedoch macht das ein Kind noch nicht zum sicheren Schwimmer. Bei den 14- bis 29-Jährigen lernten nur noch 36 Prozent das Schwimmen in der Grundschule (1). Grundschulen haben sogar den gesetzlichen Auftrag, den Kindern das Schwimmen beizubringen. Da ein Viertel aller Grundschulen in Deutschland keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad hat, gestaltet sich das schwierig (1). Private Initiativen lösen dieses Problem auch nicht. Denn diese betreffen meist Spaßbäder ohne Schwimmbecken. Eine traurige, statistische Ergänzung sind mehr als 500 Badetote in 2018 (2).