In den vergangenen 40 Jahren empfahlen Mediziner und Ernährungsberater eine Ernährung, die wenig Fett und mehr Kohlenhydrate enthält. Ein wissenschaftlich fundierter Zusammenhang zwischen fettreicher Ernährung und einem gesteigerten Risiko, etwa eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, konnte jedoch nicht festgestellt werden. Außerdem blieb ein mögliches Problem der kohlenhydratreichen Kost unbeachtet: die Insulinresistenz.

Was ist eine Insulinresistenz? Den meisten Krankheiten, die im Zusammenhang mit Kohlenhydraten stehen – beispielsweise Diabetes – liegt eine Insulinresistenz zugrunde (1). Eine Insulinresistenz ist die erste Stufe in der Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2. Steigt der Blutzuckergehalt über einen bestimmten Wert, produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin. Dadurch wird die Aufnahme der Kohlenhydrate beziehungsweise des Zuckers aus dem Blutkreislauf in die Zellen und Organe aktiviert. Letztlich fördert Insulin den Abbau und Abtransport von Glukose aus dem Blut. Gleichzeitig wird unter der Insulinausschüttung auch die Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettzellen ausgeschaltet und stattdessen die Bildung von neuen Fettzellen gefördert, in denen Triglyceride gespeichert werden. Bei einer Insulinresistenz reagieren die Zellen nicht mehr ausreichend auf die ausgeschüttete Menge an Insulin. Folglich wird fortlaufend mehr Insulin produziert, um den gewünschten Transport der Glukose in die Zellen und Organe zu gewährleisten (2).