Visualisierung bedeutet mehr als „einfach nur“ denken oder vorstellen. Spannungen und Stress abbauen, Regenerationsprozesse anstoßen, mentale Stärke für Wettkämpfe entwickeln und sogar gezielt Muskelwachstum fördern – und das alles ohne äußerlich sichtbare Aktivität, rein über die Kraft der Gedanken. Es lohnt sich ein genauerer Blick auf die Wirkungsmechanismen und Einsatzgebiete der Imagination.

 

Visualisierung als imaginative Technik. „Als Visualisierung bezeichnet man den psychischen Vorgang, bei dem Vorstellungen und Bilder vor dem inneren Auge eines Menschen aktiviert werden. Wie die realen Wahrnehmungen lösen die vorgestellten Bilder Emotionen und Körperreaktionen aus.“ (1) 

Es ist naheliegend, dass bei der Mehrzahl der Anwendungsmöglichkeiten mit positiven Bildern gearbeitet wird. Allerdings geht es hier um weit mehr als „nur“ positives Denken: Die Arbeit mit positiven Gefühlen meint nicht, was mit Aussagen wie „du musst positiv denken“ oder „easy going“ oder „es hätte noch schlimmer kommen können“ als Ablenkungs- und Verdrängungsmechanismus oftmals empfohlen wird. Imagination nutzt speziell die stressregulativen Mechanismen, die sich durch eine bewusste Fokussierung auf positive Erfahrungen aktivieren lassen (2).