Meine Meinung
Leistungslust September 2020

Jugend und Leistungssport

Ist das überhaupt noch gewollt?

Ich selbst war Leistungssportler im Schwimmsport und arbeite nun seit über 30 Jahren im Jugend-Leistungssport als Trainer. Zwischenzeitlich bin ich auch Vater von drei Kindern, die sich dem Sport ebenfalls so intensiv verschrieben haben, dass man es "Leistungssport" nennen kann. Diese Art der Freizeitbeschäftigung ist heutzutage aber komplett anders angesehen als noch vor einigen Jahren. Dabei ist Leistungssport eine Lebensschule und prägt gerade Kinder und Jugendliche früh für ein erfolgreiches Leben danach.

Eine Kolumne von Carsten Simmes
Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Ein Rückblick. In meiner Jugendzeit, in der ich bis zu dreimal täglich (einmal vor der Schule und zweimal danach) trainierte, erhielt ich von meinen Mitschülern immer wieder respektvolle und bewundernde Anerkennung. Die Disziplin, das ganze Jahr hindurch zu trainieren, dazu an den Wochenenden Wettkämpfe, Meisterschaften oder Wettkampfreisen und Trainingslager, waren bei den „Normalsportlern“ und Mitschülern besonders angesehen.

Ein gutes Beispiel sind die USA. Hier ist Leistungssport von klein auf ein fester, schulischer Bestandteil und seit jeher bis heute bei Mitschülern und in der Gesellschaft hoch angesehen. Viele erfolgreiche High-School-Athleten bekommen zudem so ihr Studium finanziert.

Die Gegenwart. Heute scheint das zumindest bei uns alles anders zu sein. Außer einer internationalen Wettkampfreise oder ein Trainingslager auf den Kanaren scheint die Mitschüler nichts zu beeindrucken, was jugendliche Leistungssportler im Alltag leisten. Vielmehr erhalten sie vielfach Hohn und Spott, weil sie keine Zeit für Partys haben, früh ins Bett gehen, auf ihre Gesundheit achten und nicht rauchen, trinken, Drogen konsumieren oder sich einfach nur der Witterung entsprechend anziehen.

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Leistungslust September 2020

Erschienen am 22. September 2020