Die Basis für das Training mit Menschen ist die körperliche Entwicklung. Seit einer Weile ist jedoch ein Wandel wahrzunehmen, bedingt durch die gesellschaftliche Entwicklung mit ihren beruflichen, gesundheitlichen und persönlichen Herausforderungen. Viele Trainer und Trainerinnen stoßen mit ihren Klienten an Grenzen und merken, dass sie nur über das körperliche Trainieren keine nachhaltige Zielerreichung erlangen. Das Coaching ist in der Lage, diesen komplexen Prozess zu begleiten und dabei dem Klienten zu ermöglichen, seine Selbstkompetenzen zu stärken.

Trainieren vs. Begleiten. Für die Bereiche Gesundheit, Bewegung und Ernährung war der Begriff des Trainings über einen langen Zeitraum etabliert. Das Training dient dem gezielten Aufbau bestimmter Verhaltensweisen. Für das Tätigkeitsfeld eines Trainers ist dies beispielsweise das Erlernen einer neuen Technik oder einer Übung mit einem „idealen“ Ablaufmuster. Die Bedürfnisse der Klienten sind in diesem Bereich zwar maßgeblich, aber Schwerpunkte sind hier die Trainingsinhalte, wie zum Beispiel Krafttraining, das Festigen von Bewegungsabläufen, Diagnostik und dergleichen (1). Das Training ist eine Maßnahme, um Defizite zu korrigieren und Kompetenzen in einem festgelegten, themenbezogenen Bereich zu fördern. Im Rahmen des Trainings gibt der Trainer die Inhalte vor und übernimmt während der Einheit die Verantwortung für den Prozess. Der Fokus liegt demnach weniger auf der individuellen Entwicklung des Persönlichen, sondern stellt individuelles Verhalten in den Vordergrund. Im Gegensatz zum Coaching spielen psychologische Techniken im Training nur selten eine Rolle, es sei denn, wir befinden uns z. B. in der Wettkampfvorbereitung.