Behinderung, Einschränkung, Handicap – das sind nur einige Worte, mit denen Menschen, die tagtäglich ihr Leben mit einem körperlichen oder auch geistigen Makel meistern, eingeordnet werden. Es macht sicherlich einen Unterschied, ob man mit einer grundlegenden Behinderung ins Leben geschickt wurde beziehungsweise durch einen Unfall einen irreversiblen Schaden erlitten hat oder ob man lange Zeit unter einer reversiblen Einschränkung gelitten hat. Doch letztendlich sind Verbindungen zwischen diesen Gruppen vorhanden. 

Schon früh war ich eingeschränkt. Es war im Sommer 1990 auf einem Basketballplatz in Bayern, als mir nach einem gelungenen Dunkingversuch auf einmal das linke Bein wegsackte. Einhergehend mit stechenden Schmerzen im Rücken, war es mir nicht mehr möglich, gerade und aufrecht zu gehen. Ein Kumpel hievte mich ins Auto und brachte mich zu einer nahe gelegenen Physiotherapiepraxis. Hier versorgte man mich und machte mich wieder gangbar. Die anschließende MRT brachte einen Schaden im Bereich LW5/S1 zutage. Es wurde eine linksbetonte Protrusion mit einem Gleitwirbelsyndrom festgestellt; Zweiteres sollte sich Jahre später als falsch erweisen. Grundlegend ist eine Protrusion noch kein Weltuntergang, aber für einen 17-Jährigen eine zu frühe, irreversible Schädigung der Bandscheibe.