Funktionelles Training liegt klar im Trend. Freie Übungen, welche alltagsnahe sowie sportspezifische Aspekte in sich tragen, erfahren einen immer höheren Stellenwert – sowohl im Gesundheits- als auch im Leistungssport. Das freie dreidimensionale Training über mehrere Gelenke und Muskelgruppen  ist dabei die Basis für eine Leistungsperformance. Jedoch sollte das funktionelle Training darüber hinaus noch breiter aufgestellt werden. Dies wird am Anforderungsprofil Rallyesport veranschaulicht.

Anforderungsprofil. Das Anforderungsprofil im Rallyesport ist extrem breit gefächert. Der gesamte Bewegungsapparat bei einem Rallyefahrer ist auf eine aktive Fahrweise ausgerichtet. Das Anforderungsprofil ist generell geprägt durch dynamisches Sitzen im Wechselspiel mit muskulärer Lockerheit und Anspannung. Dabei werden viele motorische Abläufe in kürzester Zeit abgerufen. Wettkampfnahe Hauptfaktoren sind dabei die Koordination, die Reaktionsschnelligkeit sowie die Kraftausdauer. Die Zeitspannen zwischen Aktion und Reaktion im Rennen sind kaum greifbar. Zudem müssen die Rennfahrer den Untergrund bewusst wahrnehmen, um auf jedem Straßenbelag eine optimale Leistung beziehungsweise Fahrweise abzurufen. Eine Rallye im Schnee ist etwas komplett anderes als beispielsweise bei glühender Hitze oder in extremer Höhe. Sand fährt sich wiederum anders als Schotter. Wie ist der Grip der Reifen? Wann kann ich wieder beschleunigen? Dieses Gefühl muss ins Blut übergehen. Auch das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten ist ein sehr bedeutender Aspekt in Bezug auf die Wahrnehmung und somit die Reaktionsschnelligkeit. Aufgewühlter Sand in Kombination mit tiefen Spurrillen verändert die visuelle und körperliche Wahrnehmung ebenfalls gravierend. Auch verändert sich das Atemmuster unter Adrenalin enorm, besonders dann, wenn im Cockpit die Luft stickig ist sitzt.