Der Fat-Free-Mass-Index (FFMI) eignet sich hervorragend, um den Gesundheitszustand und die Leistung von Athleten im Fitnesssport zu bewerten. Außerdem liefert er eine Aussage darüber, wie viel Muskelmasse maximal aufgebaut werden kann, ohne zu dopen. Bisher gab es allerdings nur relativ wenige Referenzwerte zum FFMI. Der nachfolgende Artikel stellt Referenzwerte von Sportstudierenden zur Verfügung, die speziell für Athleten aus dem Fitnesssport zum Leistungsvergleich interessant sein dürften.

FFMI – was ist das? Der Fat-Free-Mass-Index (FFMI) wurde bereits in einer früheren Ausgabe der Leistungslust ausführlich vorgestellt (1). Er dient zur Bewertung der fettfreien Körpermasse und erweitert somit den Body-Mass-Index (BMI) um den Körperfettanteil (2). Im Gegensatz zum BMI berücksichtigt der FFMI die Körperzusammensetzung, sodass der Index als wesentlich besser geeignet zur Bewertung des Gesundheitszustandes gilt (3); dies ist besonders für trainierte Personen der Fall (4). Außerdem kann der FFMI von Fitnessathleten zur Leistungsbewertung und zur Einschätzung des individuellen genetischen Limits herangezogen werden. Darüber hinaus lässt sich mit ihm einfach und schnell überprüfen, ob eine Person zu leistungssteigernden Substanzen greift (beispielsweise zu anabolen Steroiden). Hintergrund dieser zuletzt genannten Anwendungszwecke des FFMI im Fitnesssport ist eine Untersuchung von Kouri et al. (5).