Kälteanwendungen haben eine positive Wirkung auf unser Immunsystem, die Mitochondrien und sie reduzieren Insulinresistenzen. Es geht auch darum, einen Kontrapunkt zu unserem Alltag zu setzen. Ein Alltag, in dem wir es uns sehr bequem gemacht haben. Für Körper und Geist ist es heilsam, ab und an zu frieren, zu hungern, durstig zu sein und die Natur mit allen Sinnen zu spüren.

Acht Uhr morgens in einem kleinen Haus am Waldrand. Ich klettere voller Vorfreude aus dem Bett. Kaum habe ich mir den Schlaf aus den Augen gerieben, stelle ich mir die Frage, ob ich für das, was ich vorhabe, mutig genug bin? Ein Blick aus dem Fenster lässt mein Herz auch gleich höherschlagen. Über Nacht hat es geschneit. Der frische Schnee hat sich wie ein glitzerndes Polster auf Felder, Bäume und Wege gelegt. Der perfekte Rahmen für mein Vorhaben. Zum einen, weil ich Schnee liebe und zum anderen, weil es in wenigen Augenblicken um das bewusste Aushalten von Kälte gehen wird. Wieso „aushalten“, mag man sich jetzt fragen? Warm anziehen und dann hinaus in die Natur. Genau das werde ich nämlich gleich tun. Allerdings lasse das mit dem „warm Anziehen“ heute weg. Ich schlüpfe also in eine kurze Hose und meine Zehenschuhe. Zur Sicherheit nehme ich noch eine Mütze und Handschuhe mit und schon bin ich fertig zum Losmarschieren. Mit dem Frühstück muss ich mich auch nicht lange aufhalten. Ein zusätzlicher Teil der Herausforderung besteht darin, ohne Nahrungs- und Wasseraufnahme in den Tag zu starten.