Ob Skispringer, Judoka, Ausdauersportler, Turner oder Ringer – das Körpergewicht spielt in vielen Sportarten eine zentrale Rolle. Da verwundert es kaum, dass ein gestörtes Essverhalten und Essstörungen zu den häufigsten psychischen Problemen und Erkrankungen im Spitzensport zählen. Aber auch Breitensportler sind betroffen.

Häufigkeit von Essstörungen. In der Normalbevölkerung wird der Anteil derer, die an einer Essstörung leiden, mit zwei bis sechs Prozent beziffert (2). Frauen sind dabei zehnmal so häufig betroffen wie Männer; bei Sportlerinnen liegt die Zahl bei 3,4 Prozent (1). Ein gestörtes Essverhalten ist sogar deutlich häufiger: Bei Profisportlern werden 45 Prozent bei den Frauen und 19 Prozent bei den Männern angegeben (3); ein Erkrankungsrisiko haben 66 Prozent der Sportlerinnen und Sportler (6).