Warum wir essen. Wir Menschen sind auf die Zufuhr von Nahrung angewiesen, weil wir Energie und Nährstoffe brauchen, um unseren Körper am Laufen zu halten. Unser Körpergewicht wird also stets durch das Verhältnis von Energieaufnahme und Energieabgabe reguliert. Die Regulation der Energiehomöostase erfolgt über eine Modulation der Häufigkeit und/oder Größe beziehungsweise Menge von Mahlzeiten. Der Beginn und das Ende unserer Mahlzeiten werden durch periphere Signale bestimmt, wie zu Beispiel das Hormon Ghrelin, welches Signale an das Hungerzentrum im Gehirn, genauer: den Hypothalamus, sendet. Dort befindet sich also unsere „Steuerungszentrale“ für Hunger und Sättigung. Es ist hierbei wichtig zu verstehen, dass Hunger nicht alleine dadurch entsteht, dass unser Magen leer ist, sondern auch externe Faktoren wie zum Beispiel bestimmte Gerüche können entsprechende Reize auslösen (1). Diese Signale resultieren zusammenfassend also aus der sensorischen Erfassung von Nahrung, aus der Anwesenheit von Nährstoffen und deren Abbauprodukten im Verdauungstrakt sowie aus der Verstoffwechselung resorbierter Nährstoffe (2). Die Übermittlung der Signale ans Gehirn erfolgt über afferente Nerven und über das Blut. Braucht der Körper Nahrung, so zeigt er uns dies durch ein Hungergefühl an. Haben wir genug gegessen, setzt das Sättigungsgefühl ein. Relativ simpel erklärt, sind dies die physiologischen Abläufe, aber gerade die psychologische  Bedeutung des Essens geht weit über die reine Zufuhr von Nährstoffen hinaus.