Turnen und Akrobatik ist wieder im Trend: Neu verpackt als Parcours, Calisthenics oder Freeletics und gepusht durch TV-Formate wie „Ninja Warriors“, erleben traditionelle Übungsformen eine Renaissance. Doch wie sieht es mit den Einsatzmöglichkeiten im funktionellen Training im Breitensport aus?

Ist Akrobatik eine sportliche Herausforderung nur für eine ausnahmetalentierte Randgruppe? Betrachtet man die Entwicklung der Akrobatik, zeigt sich schnell, dass es sich um eine Tradition mit einer über 2.000-jährigen Geschichte handelt. Es verwundert daher nicht, dass sich im Laufe der Zeit unterschiedlichste Formen der Akrobatik herausgebildet haben (1).

Besonders im Gedächtnis sind natürlich stets die großartigen Ausnahmetalente, wie sie etwa im Cirque du Soleil oder dem chinesischen Staatszirkus auftreten. Wobei hier die Betonung ganz eindeutig auf „Ausnahme“ liegt: Denn für derartige Spitzenleistungen ist nicht nur ein höchst diszipliniertes Training – in der Regel schon von Kindesbeinen an – notwendig, sondern auch entsprechende physische Voraussetzungen. Gleiches gilt für die Top-Performer der Calisthenics-Szene, die mit purer Muskelkraft die Gravitation zu besiegen scheinen.