Der deutsche Schwimmsport befindet sich trainingsmethodisch im Umbruch. Dabei federführend ist der aktuelle Schwimmbundestrainer Henning Lambertz, der maßgeblich an der Entwicklung des neuen Kraftkonzepts beteiligt war. Im Interview erklärt er, warum ein Umdenken nötig war und welche zentralen Bausteine das Konzept aufweist.

Herr Lambertz, wie sieht die optimale Trainingsplanung im leistungsorientierten Schwimmsport aus?

Ausgangspunkt für eine erfolgsorientierte Trainingsplanung bilden stets die avisierten Wettkämpfe; insbesondere den Olympischen Spielen als großem Schwimmevent kommt hierbei eine bedeutende Rolle zu. Beispielsweise wurde ausgehend von den Olympischen Spielen in Tokio 2020 zunächst das Trainingsjahr 2019 geplant, gefolgt von 2018, 2017 und schließlich 2016. Der Wettkampf bestimmt das Training und die Planung, nicht umgekehrt.