Theoretisch einfach zu verstehen, praktisch jedoch schwierig umzusetzen. Dieser Eindruck entsteht, wenn man sich das Trainingsprinzip der optimalen Gestaltung von Belastung und Erholung vor Augen führt. Denn häufig ist unklar, wann genau der beste Zeitpunkt für das nächste Training ist. Zum Glück gibt es einige Anhaltspunkte, dank derer sich das Prinzip des Modells gut umsetzen und die Trainingserfolge maximieren lässt.

 

Belastung und Erholung. Das Prinzip der Superkompensation beruht in seinen Grundzügen auf dem Allgemeinem Adaptationssyndrom (AAS) (1, 2). Dieses besagt, dass der Organismus auf alle Stresssituationen gleichermaßen mit Ermüdung reagiert, sich von diesen jedoch anschließend erholt und einen Mehrausgleich vornimmt. Dieser Anpassungsvorgang kann als Schutzreaktion verstanden werden, weil durch den Mehrausgleich das Ausgangsniveau angehoben wird. Der Organismus wird bei der nächsten Stresssituation weniger stark ermüdet und dadurch widerstandsfähiger.