Im Rahmen der Trainingssteuerung sind Informationen zur individuellen Beanspruchung der Athleten für einen kontinuierlichen Leistungsaufbau unerlässlich. Neben rein physiologischen Parametern kann auch das individuelle Belastungsempfinden wertvolle Informationen zur optimalen Gestaltung von Be- und Entlastungsphasen liefern. Die Session-RPE ist ein Parameter, der besonders in Spielsportarten als kostengünstige und einfache Alternative zum Beanspruchungs-Monitoring herangezogen werden kann.

Belastungsphasen. Der geplante Wechsel zwischen Phasen höherer Belastung und Trainingseinheiten mit relativ niedriger Intensität oder gar Belastungspausen ist als eines der wichtigsten Trainingsprinzipien sportartübergreifend anerkannt. Unzählige Modelle und Schemata beschäftigen sich mit der optimalen Relation unterschiedlicher Belastungsphasen – einerseits, um die Leistung zu steigern, und andererseits, um Verletzungen und Überlastungen vorzubeugen. Dabei sind die Ausprägungen sehr vielfältig und variieren zwischen Sportarten und Trainern. All diese Modelle und die darauf aufbauenden Trainingspläne haben eines gemeinsam: Es sind theoretische Konstrukte. Zwar versucht man, durch möglichst genaue Leistungsanalysen im Vorfeld der Trainingsplanerstellung die Intensitäten so zu gestalten, dass die Belastung den Voraussetzungen des Individuums entspricht. Die tatsächlichen Reaktionen des Körpers sind jedoch niemals mit ausreichender Präzision vorherzusagen.