Die Rumpfmuskulatur stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Ober- und Unterkörper sowie Armen und Beinen dar. Ein stabiler Rumpf ist somit Grundvoraussetzung, damit sich Bewegungen optimal entfalten können. Zudem beugt ein stabiles Rumpfkorsett Verletzungen vor, die beispielsweise durch unkontrollierte Bewegungen, Gleichgewichtsverlust oder Stürze entstehen. Ein sinnvoll gestaltetes Core-Training ist also mehrfach von Bedeutung.

Anatomische und physiologische Grundlagen. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk und spielt bei der Verbindung von Ober- und Unterkörper eine zentrale Rolle, da es enormen Belastungen beim Stehen, Gehen und Laufen ausgesetzt ist. Darüber hinaus nimmt es in besonderem Maße Einfluss auf die Qualität unserer Bewegungen und bestimmt mitunter auch Funktionen benachbarter Gelenke wie etwa Knie und Wirbelsäule. 

Abb. 1 Überblick der knöchernen Strukturen im BeckenDouble Brain / shutterstock.com
Abb. 1 Überblick der knöchernen Strukturen im Becken

Das Hüftgelenk wird von Oberschenkelknochen (Femur) und Becken (Pelvis) gebildet und ermöglicht drei Freiheitsgrade: Beugen (Hüftflexion), Strecken (Hüftextension) und Abspreizen beziehungsweise Heranführen des Oberschenkels (Abduktion und Adduktion). Hinzu kommen noch Außen- und Innenrotationen bei gestrecktem sowie gebeugtem Hüftgelenk.