Interview
Leistungslust Juni 2021

Coach für den Kopf

Daniela Dihsmaier ist Triathletin und Mental Coach. Nach überwundener Verletzung und schwerer Krankheit fand sie zurück zu ihrer sportlichen Leidenschaft, dem Triathlon. In diesem Zusammenhang verhalf ihr ein eigenes, mentales Training zurück zu innerer Kraft, Resilienz und Leistungsstärke. Diese Erfahrungen und ihre Ausbildung wendet sie nun im Mental Coaching mit Leistungsathleten, Führungskräften und Privatpersonen an.

Im Gespräch mit Daniela Dihsmaier
Lesezeit: ca. 8 Minuten
Andy Astfalck

Hallo Daniela! Erzähle uns kurz etwas über dich und deinen Werdegang als Mental Coach!

Ich habe mich 2014 als „Coach für den Kopf“ selbstständig gemacht. Zuvor war ich als Beraterin und Projektleiter für strategische Veränderungen, u. a. im Automotive-Bereich, angestellt, und nebenbei als Sportreporterin bei Triathlon-Veranstaltungen tätig. Veränderungen haben ja viel mit dem Kopf zu tun und das ließ sich in meinen Aufgabenfeldern gut beobachten. Und dann erlitt ich eine lebensverändernde Verletzung an der Hand, die mich dazu brachte, selbst mit Triathlon zu beginnen. Es folgte später eine schwere Krankheit, die ich haarscharf überlebte, jedoch mit langwierigen ernsten Folgen. Als ich auch diese Hürden überwand und es zurück in meinen zuvor ausgeübten Sport, dem Triathlon, schaffte, sah ich die Welt mit anderen Augen. Ich qualifizierte mich zweimal für Weltmeisterschaften, wurde bayerische Meisterin und deutsche Vizemeisterin in meiner Altersklasse. Ich habe durch mein eigenes Leben verstanden, was mentale Stärke bedeutet und ausmacht. Ich habe stetig eine Menge fachlicher Aus-und Weiterbildungen gemacht. Ein großes Wissen zu mentalen Themen ist die Voraussetzung für meinen Beruf.

Wen betreust du im Rahmen deines Mental Coachings?

Ich betreute anfangs vor allem Athleten – aus dem leistungsstarken Amateur- und Profisport-Bereich. Es folgten ambitionierte Angestellte, Führungskräfte, Geschäftsführer und Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollten. Eine Juristin in Managementposition, die ich coachen durfte, bat mich, ihre Werkstudenten durchs Staatsexamen zu bringen. Der Prüfungsdruck ist bei den Juristen besonders hoch, das elitäre Denken ist dort sehr ausgeprägt und der Konkurrenzkampf gleicht dem im Sport. Ich erkannte, dass es hier viele Parallelen gibt und betreue mittlerweile sehr viele Juristen in Ausbildung, aber auch im Beruf. Denn das Denken ist dem von ambitionierten Sportlern sehr ähnlich.

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