Es gibt nicht viele so leidenschaftliche Trainer, die Menschen mit den verschiedensten Behinderungen offen annehmen, wie sie sind, und es auf unerwartete Weise schaffen, sie fitter zu machen, wie Herbert Pichler. Dass dafür aber nicht nur Leidenschaft, sondern auch Neugier, Mut und eine sehr gute eigene Physis notwendig sind, stellt er in seinem Beitrag und einem Interview dar. Gleichzeitig leisten viele weitere Trainer und Therapeuten im Behindertensport wertvolle Arbeit. Trainer, die eine Behinderung haben und als Coach im nichtbehinderten Breiten- und Leistungssport erfolgreich tätig sind, sind schon um einiges seltener. Im zweiten Teil unseres Titelbeitrags erzählt Mathieu Jerzewski, wie ein solcher Werdegang als Gehörloser aussehen kann und welche Hürden und Hindernisse zu meistern sind.

Training ist und bleibt Training

Das Training mit Menschen mit Handicap stellt den Coach sicherlich vor große Herausforderungen − aber das ist bei nichtbehinderten Sportlern oftmals auch so. Und deswegen gilt es im Training mit körperlich oder geistig eingeschränkten Menschen offen für Besonderheiten zu sein und mit der gleichen Professionalität, viel Empathie und einer klaren Zielsetzung ein individuelles Training zu gestalten, das diese Zielgruppe nicht über-, aber auch nicht unterfordert.