Ausdauer ist die Fähigkeit, eine Leistung über einen bestimmten Zeitraum aufrechtzuerhalten und dabei möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle; einige sind uns hinlänglich bekannt, nämlich die Energiebereitstellungssysteme unseres Körpers, das Herz-Kreislauf-System oder unser Stoffwechsel. Andere wiederum, wie elastische und starke Sehnen sowie ausreichende Gelenk- und Muskelbeweglichkeit, kommen uns nicht direkt in den Sinn, wenn wir über Effizienz im Ausdauertraining nachdenken.

Unter dem Begriff „Ausdauer“ sind viele unterschiedliche Ausdauerformen zusammengefasst. Er beschreibt die allgemeine Ausdauer ebenso wie die lokale Ausdauer; beide lassen sich zusätzlich in aerob und anaerob, dynamisch und statisch sowie laktazid und alaktazid unterteilen. Wenn wir heute das Wort verwenden, meinen wir in der Regel die allgemeine, aerobe, dynamische Ausdauer. Darunter versteht man eine dynamische Arbeit unter Einsatz von mehr als einem Siebtel der gesamten Skelettmuskulatur, was in etwa der Muskelmasse eines Beines entspricht (1). In diesem Artikel bezieht sich der Begriff „Ausdauer“, sofern nicht anderweitig gekennzeichnet, auf die allgemeine, aerobe, dynamische Ausdauer.