Das Ziel: An oberster Stelle der Trainerarbeit stehen Gesundheit und Wohlbefinden des Athleten. Zu Beginn einer Trainingsperiode sollte daher jeder Trainer die Bewegungsqualität und Leistungsfähigkeit seiner Sportler überprüfen. Auf dieser Basis trifft er die ersten Trainingsentscheidungen.

Die Realität: Trainingsüberdosis statt kontinuierlicher Leistungssteigerung. Unabhängig vom Trainingsziel und der Länge der geplanten Trainingsperiode kommt es häufig vor, dass die Athleten nicht in der Lage sind, die vorgesehenen Inhalte umzusetzen beziehungsweise diesen standzuhalten.

Zu den Ursachen einer Fehl- und Überbelastung zählen unter anderem der Mangel an Informationen zur Verletzungshistorie der Athleten sowie die Tatsache, dass viele Trainer ihre Trainingsentscheidungen basierend auf persönlichen Erfahrungen und Interessen treffen. Ein weiterer Fehler in der Trainingssteuerung kann eine unterschiedliche Bewertung der Beanspruchung sein: Der Trainer schätzt die Intensität geringer ein, als der Athlet sie empfunden hat. Auch zu intensive Belastungssteigerungen nach dem Prinzip „Viel hilft viel“ oder „No pain, no gain“ mögen vielleicht den ein oder anderen Muskel zum Wachsen bringen, führen jedoch in weiten Teilen zu einer Überbeanspruchung des Gesamtorganismus.