Beim Ski-Weltcup stürzen sich die Athleten bei bis zu 85 Prozent Gefälle den Berg hinunter und erreichen kurz vor dem Ziel Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern. Dabei spielt die Rumpfstabilität eine wesentliche Rolle. 

VerletzungshäufigkeitSeit 2016 ist die Zahl an Verletzungen im Ski-Weltcup wieder leicht angestiegen. Durchschnittlich ereignen sich während einer Wettkampfsaison 36,7 Verletzungen pro 100 Athleten. Dabei sind aus Athletensicht in den technischen Disziplinen die Verletzungen der letzten Jahre vor allem auf die Materialveränderungen (Skibreite und -länge, Bindung) zurückzuführen. In den Speed-Disziplinen liegt aufgrund der hohen Kräfte bei Richtungswechsel und Sprüngen die größte Gefahr für Verletzungen. 80 Prozent aller Verletzungen erfolgen bei einem Richtungswechsel und 19 Prozent bei der Landung (1, 2). Dabei ist die am häufigsten betroffene Körperregion mit etwa 35 Prozent das Kniegelenk, das mit einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) bei etwa 13 Prozent diagnostiziert wird (1). Bei der Hälfte aller Verletzungen ist mit mehr als 28 Tagen Ausfallzeit zu rechnen (3).